Nach dem Schuss

Das Wild sollte schnellstmöglich versorgt werden.

Damwild aufbrechen Damwild aufbrechen
Zuerst ist das Stück Wild - im Hängen und bei gutem Licht - unter dem Geschlecht aufzuschärfen. Nach dem Öffnen der Bauchdecke und dem Entfernen des Geschlechts hat man einen freien Blick auf die inneren Organe.
Damwild aufbrechen Damwild aufbrechen
Folgend wird das Schloss aufgebrochen, damit die Organe sowie das Zwerchfell Richtung Haupt entnommen werden können. Nach dem Ausspülen mit Leitungswasser sollten keine Körperflüssigkeiten mehr im Körper verblieben sein.

Wie wichtig die schnelle Versorgung des Wildes ist, zeigt folgende Tabelle:

Rehwild: Keimgehalt der Muskulatur nach Verletzungen (Quelle: LENZE, 1977)

Aufbrechen innerhalb:

30 min

2 Stunden

> als 2 Stunden

Verletzungen nur im Bereich Kammer, Träger, Haupt

Keimfrei

33,3 %

16,7 %

0,0 %

Gering keimhaltig

63,7 %

50,0 %

16,7 %

Stark keimhaltig

3,0 %

33,3 %

83,3 %

Verletzungen der Bauchorgane

Keimfrei

0,0 %

0,0 %

0,0 %

Gering keimhaltig

75,0 %

14,2 %

0,0 %

Stark keimhaltig

25,0 %

85,8 %

100,0 %

Unfallrehe mit Verletzungen der Bauchorgane

Keimfrei

0,0 %

0,0 %

0,0 %

Gering keimhaltig

65,0 %

38,4 %

0,0 %

Stark keimhaltig

35,0 %

61,6 %

100,0 %

Weiterhin sollte das Aufbrechen des Wildes immer unter optimalen Bedingungen erfolgen:

Nach Möglichkeit ist das Wild

  • bei bestmöglichen Lichtverhältnissen
  • mit fließend Wasser
  • im Hängen kopfüber
  • mit scharfen und sauberen Messer, am besten mit Plastikgriff
  • mit Einmalhandschuhen aufzubrechen

 

Weitere Informationen auf www.jagdverband.de