555 Betriebe bieten Wildbret aus heimischer Jagd an

Landesjagdverband Baden-Württemberg garantiert kurze Wege und nachhaltige Gewinnung.

Wildbret (Quelle: djv)
Wildbret (Quelle: djv)

Ein besonderes „Schnapszahl“-Jubiläum vermeldet der Landesjagdverband Baden-Württemberg: Bis Mitte Dezember wurde an genau 555 Restaurants und Metzgereien im Land das Herkunftszeichen „Wild aus der Region“ vergeben. Voraussetzung ist die Verpflichtung des jeweiligen Betriebes, mindestens 90 % der angebotenen Produkte aus Reh- und Wildschweinfleisch aus heimischen Jagdrevieren im Umkreis von höchstens 100 Kilometern zu beziehen. Neben kurzen Transportwegen ist damit gewährleistet, dass der angebotene Rehbraten oder die Wildschweinwurst unter Beachtung strenger gesetzlicher Auflagen hinsichtlich Hygiene, Nachhaltigkeit und Tierschutz gewonnen wurde – Rückverfolgbarkeit inklusive.

Der Landesjagdverband sichert zu, dass bei der Gewinnung und Verarbeitung von Wild unter dem regionalen Herkunftszeichen hohe Standards eingehalten werden. Seit jeher gehört der verantwortungsbewusste und sorgfältige Umgang mit Wild als Lebensmittel zur Ausbildung eines jeden Jägers. Infolge neuer Lebensmittelhygienevorschriften haben sich viele Jäger in den vergangenen Jahren einer zusätzlichen Schulung unterzogen, um den hohen Ansprüchen zu genügen.

Die notwendige Bejagung von Rehen und Wildschweinen liefert nicht nur ein wertvolles, gesundes Lebensmittel, sondern trägt auch dazu bei, Wildschäden in Feld und Wald zu verhindern. Angesichts von Fleischskandalen schätzen immer mehr Verbraucher inzwischen die Vorzüge von heimischem Wildbret. Gerade in der Weihnachtszeit sind Rehrücken und Wildschweinbraten sehr beliebt, und die Zubereitung ist kein Buch mit sieben Siegeln.

Eine aktuelle Liste der ausgezeichneten Betriebe ist im Internet unter landesjagdverband.de, Rubrik Wildbret / „Wild aus der Region“ zu finden. Passende Rezepte gibt es unter www.wild-auf-wild.de/recipe.