Tipps für die Vermarktung von Wildbret

Wildschweinkeule (Quelle: Kapuhs/DJV)
Wildschweinkeule (Quelle: Kapuhs/DJV)

Ein Rehrücken ist köstlich, Spare Ribs vom Wildschwein sind eine wahre Gaumenfreude und das zarte Filet vom Hirschkalb lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Schön, dass es Ihnen auch so geht. Schade, dass noch immer viel zu wenig Verbraucher auf den Geschmack gekommen sind. Damit sich das ändert, hat der Deutsche Jagdverband ein paar wichtige Hinweise für Sie als Wildbretvermarkter zusammengetragen.

Aufmerksamkeit schaffen
Das wichtigste: Machen Sie auf sich als Anbieter von Wildbret aufmerksam. Als Waidmann sind Sie ausgewiesener Fachmann und werden als solcher auch vom Kunden angesehen. Schaffen Sie bei Wildbret-Gourmets und denen, die es gern werden wollen Aufmerksamkeit und Begehrlichkeiten. Denn nur, wer von Ihrem Angebot weiß, wird es auch bei Ihnen nachfragen.

Das Verkaufsgespräch
Als kundige Person, die Sie als Jäger zweifelsfrei sind, sollten Sie immer versuchen über den reinen Abverkauf des Produktes Wildbret hinaus mit Ihrem Kunden ins Gespräch zu kommen. Nutzen Sie die Gelegenheit und informieren Sie z. B. über die Aufgabe des Hegers. Kaum jemand hat eine klare Vorstellung vom Tun und Treiben des Jägers. Schaffen Sie Vertrauen, in dem Sie auf Ihren Kunden eingehen. Nicht jeder Wildbretliebhaber ist auch Kenner der heimischen Flora und Fauna. Wer weiß schon, wovon sich Rehwild ernährt oder kennt die Hasenapotheke? Ein offenes Wort schafft Transparenz. Nutzen Sie nach Möglichkeit keine Begriffe aus der Jägersprache. Sie verwirrt nur und baut eher Hürden auf.

Erläutern Sie z. B. die Vorzüge des Direktvermarktens: Vom Erlegen des Wildes über den kurzen Transportweg hin zum Verbraucher. Gerade bei Neukunden oder Wildbretunkundigen können Sie sicher noch die ein oder andere Frage zu den Besonderheiten von heimischem Wild und den vielen Vorzügen von Wildbret beantworten.

Geschenke erhalten die Freundschaft
Begierig werden Ihre Kunden zugreifen, wenn Sie ihnen als besonderes Schmankerl ein paar leicht nachvollziehbare Rezepte an die Hand geben. Diese finden Sie beispielsweise in der neuen, 28-Seiten starken Grillbroschüre “Aus dem Wald auf den Grill” oder den Wild auf Wild Rezeptkarten mit acht schnellen und leckeren Rezepten, passend zu jeder Jahreszeit.

Wild auf Wild Aktionsmittel

Darüber hinaus bietet die DJV-Kampagne „Wild auf Wild“ mit zahlreichen Aktionsmitteln die Möglichkeit Wildbret professionell zu vermarkten. Mit Hilfe der Vermarktung von Wildbret soll die „Marke“ Jagd gestärkt werden.

Die „Wild auf Wild“ Aktionsmittel finden Sie Hier

Geborene Kooperationspartner
Sicher wird es immer Wild-Gourmets geben, die beim Kauf von Wildbret zunächst an den Fleischer vor Ort und weniger den Jäger direkt denken. Werden Sie deshalb als Wildbretvermarkter aktiv und suchen Sie den Kontakt zu Ihrem Fleischer. Bieten Sie ihm eine Kooperation als Abnehmer Ihres Wildbrets ein. Damit der Fleischer künftig sein Angebot schon von weitem für den Wild-Gourmet sichtbar machen und entsprechend bewerben kann, gibt es den praktischen Tür- oder Schaufensteraufkleber „Hier gibt´s Wild aus der Region“.

Weitere Kooperationspartner sind natürlich auch die Gastronomen. Sprechen Sie die Restaurantchefs in Ihrer Nähe einfach an und machen Sie ihnen den Mund wässrig. So mancher Küchenchef wird sicher gern Ihre Empfehlung aus der Region der Importware vorziehen. Ganz nach dem Motto regional, saisonal und absolut natürlich.

Dazu bietet unsere Seite eine komfortable Postleizahlensuche für regionale Anbieter von Wildfleisch und Wildrestaurants. Sie können sich ganz einfach als Wildbretverkäufer registrieren.

Den praktischen Türaufkleber für Fleischer, Gastronomen und alle, die künftig Wild aus der Region anbieten gibt es HIER .

Messen, Märkte und mehr
Jedes Jahr im Herbst finden landauf und landab die klassischen Wildwochen statt. Längst sind das aber nicht alle Möglichkeiten, dem Verbraucher ganzjährig Wildbret aus der Region nahe zu bringen. Da Probieren bekanntlich über Studieren geht, laden Sie doch einfach mal zu einer Wildbretverkostung in Ihre Wildkammer ein. Oder organisieren Sie gemeinsam mit der Kreisjägerschaft einen Tag der offenen Tür. Die lokale Presse wird sicher gern diesen Termin aufnehmen und entsprechend über diese Veranstaltung berichten. Auch die regelmäßigen Wochenmärkte, Hubertusmärkte, Stadt- und Kirchweihfeste bieten sich als ideale Verkaufsplätze an. Ein Grillfest der Jägerschaft zur Sommerszeit wird so manchem Zeitgenossen sicher auch die Augen öffnen, das Wild ein ganzjähriges Premiumprodukt ist: von krossem Wildschwein Spare Ribs bis zum edlen Weihnachtsbraten. Auch hier eignen sich die Aktionsmittel der Kampagne, um einen überzeugende Auftritt zu schaffen. Mit Roll-Ups, Theken, Servietten oder Zahnstochern ist alles für eine gelungene Veranstaltung vorhanden.